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14. Februar 2017

Damit Frauen Gesellschaft und Politik aktiv mitgestalten

Frauenpolitischer Themennachmittag beschäftigte sich mit den Themen Gleichstellung, Feminismus und Politik

Aufstehen. Mitmischen. Gestalten.“ (Von links nach rechts): Ina Schmolke-Mersch, Melanie Finke, Hiltrud Kröger, Maria Junge, Andrea Schlichting, Astrid Freitag, Marlene Lubek, Rita Junker, Julia Korbik, Silke Kohaupt, Claudia Keiter, Silke Hink, Stefani Josephs, Manuela Fischer, Landrat Manfred Müller, Rita Köllner, Birgit Rebbe-Schulte, Eva-Maria Bambeck, Elisabeth Voigtländer diskutierten beim Frauenpolitischen Themennachmittag, wie es gelingen kann, stärker Frauen in die Gestaltung von Politik und Gesellschaft einzubinden  (Foto: Kreis Paderborn, Claudia Schäfer) 
Aufstehen. Mitmischen. Gestalten.“ (Von links nach rechts): Ina Schmolke-Mersch, Melanie Finke, Hiltrud Kröger, Maria Junge, Andrea Schlichting, Astrid Freitag, Marlene Lubek, Rita Junker, Julia Korbik, Silke Kohaupt, Claudia Keiter, Silke Hink, Stefani Josephs, Manuela Fischer, Landrat Manfred Müller, Rita Köllner, Birgit Rebbe-Schulte, Eva-Maria Bambeck, Elisabeth Voigtländer diskutierten beim Frauenpolitischen Themennachmittag, wie es gelingen kann, stärker Frauen in die Gestaltung von Politik und Gesellschaft einzubinden (Foto: Kreis Paderborn, Claudia Schäfer)

Beim Frauenpolitische Themennachmittag im Forum des Berufskollegs Schloß Neuhaus ging es unter dem Motto „Aufstehen. Mitmischen. Gestalten.“ darum, wie Frauen Gesellschaft und Politik aktiv mitgestalten können. Veranstaltet wurde der Nachmittag von der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Paderborn, Elisabeth Voigtländer, und den Gleichstellungsbeauftragen der Städte und Gemeinden des Kreises.

„Als Kreisverwaltung gehen wir mit gutem Beispiel voran und bemühen uns auf allen Ebenen und in allen Fachrichtungen um ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern“, sagte Landrat Manfred Müller bei der Begrüßung. Von den insgesamt 1.048 Kreismitarbeitern seien 54,5 Prozent Frauen und 45,5 Prozent Männer. Auch sei die Kreisverwaltung ein familienfreundliches Unternehmen, was das Audit „berufundfamilie“ des Bundesfamilienministeriums seit 2009 bescheinige.

Auch Voigtländer und den Gleichstellungsbeauftragten der Städte und Gemeinden ist es wichtig, dass Frauen in Institutionen, Gremien und Ausschüssen gleichberechtigt mit Männern vertreten sind. Denn: Frauen haben oft einen anderen Blick auf Probleme und gehen anders an Ziele und Lösungen heran. In der Politik des Kreis Paderborn gebe es noch einiges zu tun: Im Durchschnitt sind nur 25 Prozent der politischen Mandate mit Frauen besetzt. In einigen Kommunen treffen sogar weniger als 20 Prozent der Frauen Entscheidungen im Rat.

Autorin und Journalistin Julia Korbik setzt sich mit ihrer Arbeit dafür ein, Missstände wie diese bewusst zu machen. In ihrem Vortrag „Stand up“ forderte sie ihre Zuhörerinnen und Zuhörer auf, die Welt durch die feministische Brille zu betrachten: „Feminismus bietet uns die Möglichkeit, unser Leben zu verbessern. Nicht, weil er die Probleme auf magische Art und Weise verschwinden lässt sondern weil er die vielen kleinen Verletzungen und Grenzüberschreitungen im Alltag erst sichtbar macht.“ Korbik ist aufgefallen, dass Frauen das alles ignorieren, bis es zu einem Schlüsselereignis kommt – beispielsweise, wenn sie bei einer Beförderung zu Gunsten eines Mannes übergangen wurden. Korbik zog daher das Fazit, dass Deutschland von wahrer Gleichberechtigung noch weit entfernt sei und es noch viel zu tun gebe.

Ein erster Schritt ist da die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Paderborn. Sie haben das Mentoring-Projekt „Politik braucht Frauen“ des Helene-Weber-Kollegs in Berlin nach Ostwestfalen-Lippe und somit auch in den Kreis Paderborn geholt. Damit wollen sie politisch interessierte und engagierte Frauen unterstützen und an die Übernahme politischer Mandate, Ämter und Funktionen heranzuführen. Beim Frauenpolitischen Themennachmittag waren sich die Teilnehmerinnen des Mentoring Projektes Claudia Keiter, Birgit Rebbe-Schulte, Melanie Finke und Hiltrud Kröger einig, dass es eine tolle Möglichkeit bietet, um Politik kennenzulernen und ein Netzwerk aufzubauen.

Ein Netzwerk bauten auch die „Mütter des Grundgesetzes“ in den 1940er Jahren auf. Frida Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel waren damals die einzigen vier weiblichen Abgeordneten des Parlamentarischen Rates und setzten sich dafür ein, dass die Gleichstellung von Mann und Frau im Grundgesetzt verankert wurde. Diesem größten frauenpolitischen Erfolg der Nachkriegszeit widmete das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine Ausstellung mit 14 Tafeln, die beim Frauenpolitischen Themennachmittag vorgestellt wurden. Die Ausstellung ist noch bis Mittwoch, 15. Februar, im Bürener Rathaus zu sehen.

Abgerundet wurde der Nachmittag im Berufskolleg Schloss Neuhaus von Daniela Sepehri mit dem Peotry Slam „Eine Stimme für dich“, in dem sie von einer jungen Afghanin erzählte, die nach ihrer Flucht nach Deutschland auf der Suche nach ihrer Identität ist. Louisa Boch und Anna Wiesing von der Kreismusikschule Paderborn bereicherten den Nachmittag mit ihrem Querflötenspiel.

 
 
 

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