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10. April 2017

Heimatpfleger tagten in Fürstenberg

Ihnen liegt die Natur- und Kulturlandschaft sowie das kulturelle Leben in den zehn Städten und Gemeinden des Kreises Paderborn am Herzen

Ortsheimatpfleger und Ortschronisten bei der Frühjahrstagung vor dem „Alten Gericht“ in Fürstenberg: oben Mitte v.l: stellvertretende Landrat Vincenz Heggen, Bürgermeister Christoph Rüther, stellv. Kreisheimatpfleger Rudolf Koch und Matthias Graf von Westphalen (Foto: Kreis Paderborn, Romana Papenkordt 
Ortsheimatpfleger und Ortschronisten bei der Frühjahrstagung vor dem „Alten Gericht“ in Fürstenberg: oben Mitte v.l: stellvertretende Landrat Vincenz Heggen, Bürgermeister Christoph Rüther, stellv. Kreisheimatpfleger Rudolf Koch und Matthias Graf von Westphalen (Foto: Kreis Paderborn, Romana Papenkordt

Den Ortsheimatpflegerinnen und – heimatpflegern sowie Ortschronistinnen und Ortschronisten aus dem Kreis Paderborn. Im Frühjahr und Herbst tagen sie auf Einladung von Kreisheimatpfleger Michael Pavlicic, tauschen sich aus und stellen sich gegenseitig ihren Heimatort vor – diesmal ging es um den Bad Wünnenberger Stadtteil Fürstenberg.

Der stellvertretende Landrat Vincenz Heggen und Bad Wünnenbergs Bürgermeister Christoph Rüther begrüßten über 50 Heimatpfleger in Fürstenberg und erklärten die Bedeutung der Heimatpflege für die Gesellschaft. Vincenz Heggen betonte, wie wichtig es für die Zukunftsfähigkeit ist, dass sich auch junge Menschen in der Heimatpflege ihres Ortes engagieren.

Bernhard Nolte, Antonius Monkos und Clemens Henkel aus Fürstenberg führten die Heimatpfleger und Ortschronisten durch ihren Stadtteil. Sie berichteten, dass das Dorf und die Gemarkung Fürstenberg seit ihrer Gründung 350 Jahre lang zum Hochstift Paderborn gehörten und unter preußischer Verwaltung im 19. Jahrhundert dem Kreis Büren zugeordnet wurden.

Zur Führung gehörten auch das ehemalige Patrimonialgericht und Informationen über das Schloss des Grafen von Westphalen zu Fürstenberg. Das "alte" Fürstenberger Gerichtsgebäude wurde im Jahr 1736 erbaut und repräsentiert die vom Mittelalter bis ins frühere 20. Jahrhundert geltende, frühere Zivil- und Kriminalgerichtsbarkeit des Paderborner Landes. Zwischen 1737 und 1848 wurden dort Zivil- und Kriminalfälle verhandelt. Besonders beeindruckt waren die Heimatpfleger und Ortschronisten vom Original-Gefängnis mit seinen sieben Zellentrakten im Keller des Gebäudes.

Nach der Besichtigung wurde die Tagung unter Leitung des stellvertretenden Kreisheimatpflegers Rudolf Koch aus Altenbeken im Fürstenberger Jugendtreff mit allgemeinen Themen der Heimatpflege fortgeführt. Erik Beck, der wissenschaftliche Volontär des Kreismuseums Wewelsburg, informierte über seine Forschungen zur Publikation „Menschenschicksale“, die von Opfer und Widerstandskämpfer im Kreis Paderborn während des Zweiten Weltkrieges handeln soll.

Jonas Eberhardt berichtete als stellvertretende Leiter des Kreis- und Stadtarchivs Paderborn über die Aktivitäten der Anfang des Jahres zusammengelegten Archive.

 
 
 

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