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11. April 2017

Singende Grundschule

Lippe-Grundschule wurde mit JEKISS-Zertifikat (Jedem Kind seine Stimme) ausgezeichnet

Die Lippe-Grundschule in Delbrück-Boke hat am Projekt „Jedem Kind seine Stimme“ (JEKISS) teilgenommen und wurde als „Singende Grundschule“ ausgezeichnet. Mit dabei waren Bürgermeister Werner Peitz (hintere Reihe von rechts), Schulleiterin Cornelia Steppuhn, Kreismusikschullehrerin Karin Henkemeier und Eddi Kleinschnittger, musikalischer Leiter der Kreismusikschule Paderborn. (Foto: Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kreis Paderborn, Anna-Sophie Schindler) 
Die Lippe-Grundschule in Delbrück-Boke hat am Projekt „Jedem Kind seine Stimme“ (JEKISS) teilgenommen und wurde als „Singende Grundschule“ ausgezeichnet. Mit dabei waren Bürgermeister Werner Peitz (hintere Reihe von rechts), Schulleiterin Cornelia Steppuhn, Kreismusikschullehrerin Karin Henkemeier und Eddi Kleinschnittger, musikalischer Leiter der Kreismusikschule Paderborn. (Foto: Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kreis Paderborn, Anna-Sophie Schindler)

Die Turnhalle der Lippe-Grundschule in Delbrück-Boke ist voll besetzt. „Heute ist doch das Schulsingen“, sagt die neunjährige Sophie. Musiklehrerin Karin Henkemeier nickt den Schülerinnen und Schülerinnen kurz zu und sie erheben ihre Stimmen. „Alle Vögel sind schon da, alle Vögel, alle. Welch ein Singen, Musiziern, Pfeifen, Zwitschern, Tiriliern!“ Während die Laute aus den kleinen Mündern der Kinder kommen, bewegen sie auch ihre Arme, als wollten sie wie die gerade besungenen Vögel abheben.

Das gemeinsame Singen aller Grundschülerinnen und Grundschüler ist einer der Bausteine des Projektes „Jedem Kind seine Stimme“ (JEKISS, siehe Hintergrund). Ein Jahr lang hat die Grundschule daran teilgenommen. Nun wurde sie von Eddi Kleinschnittger, dem musikalischen Leiter der Kreismusikschule, mit einer Urkunde als „Singende Grundschule“ ausgezeichnet. „Singen ist etwas so schönes und sollte nicht verloren gehen“, sagte Kleinschnittger.

Bei der Verleihung der Urkunde war auch Delbrücks Bürgermeister Werner Peitz dabei. Er dankte den Kindern und den Lehrerinnen und Lehrern für ihr musikalisches Engagement. „Gemeinsames Singen ist das Vertrauen auf die eigene Stimme, aber auch auf die Stimme der anderen Chormitglieder. Damit wird der Zusammenhalt gestärkt. Das ist etwas Unverzichtbares für unser gesellschaftliches Zusammenleben.“

Der zweite Baustein des JEKISS-Projektes ist der Schulchor. Er ist sozusagen die „Keimzelle“ der singenden Grundschule. An der Lippe-Grundschule gibt es zwei Chöre – einen für die erste und zweite Klasse, einen für die dritte und vierte Klasse. Geleitet wird er von Kreismusikschullehrerin Karin Henkemeier. Henkemeier hat an der Westfälischen Schule für Musik in Münster spezielle Fortbildungen zur JEKISS-Chorlehrkraft gemacht und trainiert die Stimmtechnik der Chorkinder. Gleichzeitig schult Henkemeier auch die übrigen Lehrerinnen und Lehrer, damit diese das Singen auch in ihre eigene Klasse holen können. „Genau das ist der Schwerpunkt des Projektes. Jedes Kind wird erreicht, auch wenn es nicht im Schulchor ist“, betonte Kleinschnittger.

Gesungen wird dabei querbeet: Traditionelles und Modernes, Lieder aus der Heimat und Lieder aus fremden Kulturen und Lieder zu allen Jahres- und Festzeiten. Das Repertoire kommt aus dem JEKISS-Liederbuch. Das Besondere: Im Buch gibt es zu den Noten Choreographie. Das erleichtert das Textlernen und Merken und macht obendrein großen Spaß.

Auch die neunjährige Marnie singt im Chor und bekommt vom Singen gar nicht genug. „Immer wenn ich irgendwo Musik höre, will ich gleich mitsingen.“ Zu Hause singt sie zu verschiedenen CDs und schreibt sogar eigene Lieder. Bei der achtjährige Layla fördert das Singen die Konzentration. „Das ist eine gute Abwechslung zum Unterricht und ich kann dann viel besser Rechnen.“

Für Schulleiterin Cornelia Steppuhn geht das Konzept auf. „Das gemeinsame, regelmäßige Singen ist somit ein festes Ritual in unserem Unterrichtalltag. Regelmäßiges Singen in der Gemeinschaft fördert nachweislich die Konzentration, steigert die Leistungsfähigkeit, baut Verspannungen und Ängste ab und trägt zur Verbesserung des Sozialverhaltens und der Teamfähigkeit bei.“


Hintergrund:
Das Projekt JEKISS wurde von Inga Mareile Reuther von der Westfälischen Schule für Musik aus Münster erfunden. Reuthers Erkenntnis ist denkbar einfach: Singen ist die elementarste Form des Musizierens. Sie stiftet kulturelle Identität und fördert den interkulturellen Dialog. Es kommt ohne Instrument aus und braucht keinen zeitintensiven Unterricht. Die Westfälische Schule für Musik bildet sogenannte JEKISS-Lehrer aus und stellt Arbeitsmaterialien wie Liederbücher zur Verfügung.

Hier ein Audio der "Singenden Grundschule"

 
 
 

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